Einsendung – Anregungen mit Belästigung umzugehen/zu reagieren

Diese Ideen zu unserer Bystander-Kapmagne “I’ve got your back” wurden uns von Kerstin zugesendet.
Danke dafür!
Was denkt ihr? Was sind eure Strategien?
“Hallo liebes Hollaback-Team,
Eure Anregung, wie man als Unbeteiligter auf Street Harrassement reagieren sollte, sind großartig und vor allem alltagstauglich.
Ich hätte dazu noch einen simplen, aber wie ich finde, sehr wirkungsvollen Verbesserungsvorschlag.
In der deutschen Sprache haben wir zwei Anredeformen, und das kann man in solchen Situationen für sich nutzen, um weitere Mitmenschen zum Eingreifen zu solidarisieren.
Wenn wir einen Belästiger duzen, macht das möglicherweise den Eindruck, als würde man sich kennen. Und das hebt bei anderen die Hemmschwelle für das Eingreifen!
Besonders fatal kann das in der Konstellation belästigte Frau + belästigender Mann wirken, oder wenn man als Frau einen Belästiger konfrontiert. Dann sieht es für Unbeteiligte, die möglicherweise auch die ursprüngliche Ursache des Konfliktes nicht mitbekommen haben, nach einem sich streitenden Paar aus.
Möchte man seine Mitmenschen solidarieren, ist es daher sehr hilfreich, den Belästiger zu siezen, um damit eine deutliche Distanz herzustellen und Missverständnisse zu vermeiden.
“Lassen Sie mich in Ruhe!”
“Lassen Sie die Frau in Ruhe!”
Wirkungsvoller ist es noch mit äußerlichen Beschreibungen, um zu verdeutlichen, dass es sich ganz offensichtlich um einen Fremden handelt. Denn sonst würden wir ihn ja mit dem Namen ansprechen. 😉
“Sie mit der roten Jacke! Lassen Sie das!”
Oder noch ein paar andere Floskeln, welche die Situation an die Mitmenschen und persönliche Distanz kommunizieren:
“Hat man Ihnen keinen Anstand beigebracht?”
“Was sind Sie denn für einer?”
“Gehen Sie mit allen Frauen so um?”
Vielleicht könnt Ihr dem Vorschlag ja was abgewinnen.
Viele Grüße,
Kerstin”

Leave a Reply