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Ich (M-14),wurde im Bus M29 vom Olivaer Platz Richtung Checkpoint Charlie von einem ca.20-25 jährigen Mann belästigt

Ich (M-14),wurde im Bus M29 vom Olivaer Platz Richtung Checkpoint Charlie von einem ca.20-25 jährigen Mann belästigt und sozusagen auf einer Art auch begrabscht. Ich saß schon eine Weile im Bus,als er von hinten kam und sich rasch auf den Platz neben mir setzte, er kam sehr nah an mich ran, sodass sich unsere Hände berührten, was ich am Anfang auch nicht schlimm fande, doch dann kam er immer näher und irgendwann tippte und berührte er die Seite meines Oberschenkels an. Ich rutschte noch weiter in die Ecke, aber er kam immer näher und machte ‘ein wenig’ an seinem (Sorry dass ich dass jetzt so schreibe) Sack rum, so dass ich mich unwohl gefüllt habe. Er versuchte nach einer Zeit die Hand auf meinen Oberschenkel zu legen, doch ich schob sie weg und daraufhin stieg er an der nächsten Haltestelle aus, sodass ich ihn aber nicht sehen konnte (stieg hinten ein und ging auch wieder hinten raus). Er hatte braun-schwarze Haare, einen leichten Bart und trug eine naja löchrige Jeans und ein weißes (bin mir nicht sicher, gestreiftes) Shirt.

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Neue Einsendung

Der fremde Mann sprach zuerst freundlich und wurde dann zunehmend lästig. Bei der Verabschiedung fasste er mir an die Brust.

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Auf einer Party….

auf einer party meines freundeskreises. ich kenne dich sehr gut. du gehörst mit zu meinen engsten freunden.
es ist sehr voll. irgendeine dieser parties wo sich alle als links und gegen diskriminierung verorten.
du tust das auch. leider hast du immer wenn du betrunken bist das alles nicht mehr auf dem schirm. das ist dir dann alles nicht mehr so wichtig. du machst eklige witze, wirst sehr raumeinnehmend, verteidigst deine sexistischen witze und findest es witzig, wenn ich mich darüber aufrege.
auch heute bist du betrunken. es passiert ganz plötzlich. du kommst an mir vorbei. hälst mich am arm fest drückst mich gegen die wand, drückst dich an mich. schon vorbei alles.

später am abend. ich komme vom klo. als ich die tür öffne, willst du grad rein. du lachst und sagst, was ich wohl sagen würde, wenn du jetzt mit mir schlafen würdest.
du lachst so wie du immer lachst, wenn du witze machst, wenn du gut drauf bist. alles nur ein großer scherz. für dich.

ich gehe auf keine party mehr wo du bist, weil ich nicht sicher bin. ich sage es keinem was los ist weil ich angst habe vor dem was danach passieren könnte, nicht passieren könnte. ich gehe quasi auf keine party mehr von meinem freundeskreis. denn du bist meistens da.

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In Hoffnung auf eine bessere Welt! – Geschichte von E.

Tut mir leid, ich musste das aufschreiben, hab es zunächst mal nur für mich gemacht und es ist etwas länger geworden:

Keine Aussicht. Das ist mein Gefühl in diesem Moment. Keine Aussicht auf Besserung, auf andere Zeiten, keine Aussicht auf all jenes, das vor mir liegt. Es wirkt alles so sinnlos. Kämpfen scheint so sinnlos.

Gerade bin ich zusammen mit einem Freund in einer der Berliner Straßenbahnen nach Hause gefahren. Es stieg eine Gruppe von offensichtlich angetrunkenen Männern dazu, die zum Fußball wollten. Die Bahn war voll, also standen sie im Gang. Sofort nahmen sie den gesamten Innenraum ein, nicht nur körperlich. Als sie anfingen, sehr laut miteinander zu kommunizieren, beschleunigte sich mein Herzschlag augenblicklich.. Es war Furcht, was ich fühlte, denn solche Situationen kannte ich. Und ich machte normalerweise einen Bogen um sie, aber in diesem Moment konnte ich nicht einfach gehen.
„Durchzählen!“ schrie einer der Männer aus vollem Leibe.
„1“, „2“, „3“, „8“, „88!“, grölte die Gruppe.
Ein Mädchen, das auf der Sitzgruppe direkt hinter ihnen sitzen musste, schüttelte ernst den Kopf.
Ich vergrub mein Gesicht in einer Hand und stützte meinen Ellenbogen am Fensterrahmen ab, um still nach draußen schauen zu können. Mein Freund saß mir gegenüber und rollte mit den Augen.
Sie sangen Fußballlieder, schlugen an die Metallstangen und die Plastikverkleidung der Straßenbahn. Ich versuchte, mir meine Angst nicht anmerken zu lassen, aber sie war da. Dann passierte, was ich nicht erwartet hatte und doch war ich nicht überrascht. Sie stimmten ein Lied an, das laut Google ein bekanntes Volkslied sein soll:

„Einst ging ich am Strande der Donau entlang,
oho ohoo olalala,
ein schlafendes Mädchen am Ufer ich fand,
oho ohoo olalala,
(…)
Sie hatte die Beine weit von sich gestreckt,
ihr schneeweißer Busen war halb nur bedeckt
(…)
Ich machte mich über die Schlafende her,
da hört sie das Rauschen der Donau nicht mehr
(…)
Du schamloser Jüngling was hast getan,
du hast mich im Schlafe zur Mutter gemacht
(…)
Du bist jetzt mei Frau ja und ich bin dein Mann
jetzt lässt de, verstehste, kein annern mehr dran (…)“

Ich konnte nicht glauben, was ich hörte. Mein Freund sah noch immer aus dem Fenster. Immer mal wieder flog ein Schmunzeln über sein Gesicht. War es ein verschämtes Lächeln, was ich da sah? Oder war es Sympathie mit einer Horde mittelalter Männer, die die Wirkung ihrer Worte auf die anderen Fahrgäste sehr wohl zu kennen schien? Ein junger Mann, der neben meinem Freund saß, begann, mitzugrölen.
„Die tun doch nichts, so ist man eben, wenn man besoffen ist.“, „Komm schon, es ist ein dummes Lied, nichts mit Rapeculture!“, „Männer denken eben immer nur an das Eine. Das ist die Natur.“, „Was soll am Text schlimm sein? Jetzt darf man nicht mal mehr Sex haben?“ summte es in meinem Kopf. Es waren all jene Argumente, die ich komischerweise jetzt schon erwartete, sobald ich mit irgendwem später über den Vorfall reden würde. Und die Angst davor, alleine dazustehen, hielt mich davon ab, etwas zu sagen.
Männer wissen anscheinend oft nicht, wie einschüchternd ihr Verhalten sein kann und wie bedrohlich ihr „Spaß“ besonders auf Frauen oder Mädchen wirken kann. Ich weiß, dass nicht alle Frauen das unterschreiben würde, aber es ist mir egal. Solange sich nur eine einzige Frau in Gegenwart dieser Männer unwohl fühlt, zeigt sich, wie Machtmissbrauch auf vermeintlich Schwächere wirkt. In diesem Fall waren wir zu dritt in unmittelbarer Nähe der Männer. Ich saß mit meinem Freund etwas weiter weg, aber die beiden Mädchen wurden von ihnen fast auf einen einzigen Sitzplatz gedrängt.
Ich schluckte und stützte mein Kind auf meine Hand. Mein Blick schweifte immer wieder schnell über die Gesichter der Männer, die dort standen, schrien, schlugen, sprangen, dass der ganze Wagen wippte. Vermutlich hatten sie Frauen, Töchter, Schwestern und die weiblichen Mitmenschen in dieser Bahn längst wahrgenommen. Es war ihnen scheißegal. Sie hatten gute Laune, gingen zum Fußball, sie hatten Bier – es wirkte wie eine unausgesprochene Rechtfertigung für ihr Verhalten und die Verletzung der Rechte anderer Menschen.
Es stiegen weitere Menschen in die Bahn und den Platzmangel nahm einer der Männer als Rechtfertigung, sich vor die beiden Mädchen zu stellen und sie im Verlauf der Fahrt „Zuckermäuse“ zu nennen. Mein Kopf brannte, meine Beine zitterten, ich riss mich zusammen.
20 Minuten später stiegen sie endlich aus – und wir mit ihnen. Ich schwieg. Ich war wahnsinnig wütend auf mich und auf diese Welt, in der Ungerechtigkeiten und Sexismus einfach hingenommen werden. In diesem Moment hatte ich keine Stimme gehabt. Ich war sprachlos darüber, dass ich nicht wenigstens früher aufgestanden und ausgestiegen war, um meine Ablehnung irgendwie deutlich zu machen. Aber ich hatte es nicht gekonnt, auch aufgrund des Platzmangels. Es machte mich unendlich traurig, zu wissen, dass diese Männer keine Empathie hatten, dass sie ihre Dummheit und ihren Sexismus so feierten, dass zwei Mädchen direkt von ihnen belästigt worden waren und ebenfalls nichts hatten sagen können. In einem Wagon, in dem hauptsächlich Männer saßen, konnte man kaum auf Unterstützung hoffen – so traurig es klingt.
Ich lief schnell und meine Beine waren weich. Ich schaute zu Boden. Mein Freund machte nur einen Kommentar, der die Gruppe irgendwie kritisierte, dann wechselte er das Thema. Mich hatte die Situation unglaublich mitgenommen. Ich fing an zu weinen. Erst rollten nur zwei Tränen meine Wangen hinunter, dann schluchzte ich – und hasste es. Mein Freund war augenblicklich besorgt und wollte den Grund erfahren, aber ich konnte und wollte nicht reden. Ich wollte ihm das alles nicht erklären müssen und ich wollte nicht, dass er sich Zeit nehmen musste, um mich anzuhören, wenn es um diese Situation ging. Er dachte sicher, ich hätte Angst gehabt. Aber im Grund war es außer der Furcht vor den Männern noch so viel mehr, das mich bewegte. Ich wusste in diesem Moment, dass meine eigene Tochter, sollte ich einmal eine haben, nicht sicher sein würde. Dass unsere Gesellschaft hauptsächlich aus Menschen besteht, die Sexismus und Belästigung stumm gegenüberstehen oder das alles sogar unterstützen. Ich wusste, dass ich selbst nie nur als Mensch wahrgenommen werden würde, sondern immer als Frau. Immer als Frau. Immer als Frau. Und das machte es schlimmer.
Als Frau durch die Straßen zu gehen, ist ein Spießrutenlauf. Überall Blicke, wenn auch nur subtil. Sie wollen dich, sie hassen dich, du bist aber nur ein Objekt. Sprechen, pfeifen, starren, grapschen, drücken. Immer in Gefahr. Niemals sicher. Ich hatte Geld für ein öffentliches Verkehrsmittel bezahlt, in dem ich nicht sicher und in Ruhe hatte fahren dürfen. Ich hatte Angst, Wut, Hilflosigkeit erfahren müssen. Und Enttäuschung über alle Anwesenden, einschließlich des Straßenbahnfahrers – und mir selbst.
Mein Freund bestand darauf, mich nach Hause zu bringen, ich bekam kaum Luft. Ich schloss die Tür auf, bedankte mich kurz und wünschte ihm mit tränenunterspülter Stimme einen guten Heimweg. Er sagte, ich könne ihn ja anschreiben. Dann schloss ich die Haustür. Sobald ich auch die Wohnungstür hinter mir geschlossen hatte, brach alles aus mir heraus. Ich sackte zusammen, sank auf mein Sofa und weinte so sehr, dass ich fast kotzen musste. Meine Eltern kamen angelaufen, fragten, was passiert sei. Es waren schreckliche Sekunden, in denen ich nichts sagen konnte und in denen sie das Schlimmste annehmen mussten.
„Nichts Schlimmes.“, heulte ich. „Es kommt mir Lächerlich vor, darüber zu weinen“. Dann erzählte ich alles, während Mama mich umarmte und Papa mit gesenktem Kopf auf dem Teppich saß und immer wieder tief ausatmete. Ich schrie in Mamas Armen und wollte diese Welt verdammen. „Wie man seine Macht dermaßen missbrauchen kann und andere Menschen so einschränken. Und ich hatte keine Stimme, ich hatte keine Stimme. Aber sowas passiert immer wieder, immer und immer wieder und ich werde nie sicher sein.“. Ich glaube, das sagte ich. Und ich weinte den restlichen Abend immer wieder. Und das, was mir wirklich Angst macht und mir immer wieder die Tränen in die Augen treibt, ist der Gedanke, dass ich mich im Grunde über eine Lappalie dermaßen aufrege. Aber es war keine Lappalie. Es war kein Einzelfall und es war nicht der alleinige Grund für meine Gefühle. Es war lediglich der Auslöser für einen wütigen, traurigen Ausbruch eines Mädchens, das in seinem Leben so viel Leid, Hass und Frauenfeindlichkeit erleben oder davon hören musste, dass es irgendwann kein müdes Abwinken mehr ertragen konnte. Ich könnte noch so viel schreiben von meiner Vorstellung von der Zukunft, oder wie ein Gespräch darüber, warum „Pussy“ und „Fotze“ keine zulässigen Schimpfworte sein sollten, meine Stimmung vermutlich schon früher am Tag gesenkt hatte. Aber ich bin müde. Und ich will die Welt kurz anhalten, das Licht ausmachen und mich auf meinem Boden verteilen. Weil diese Hilflosigkeit mich irgendwann wahnsinnig machen wird. Danke an Sookee, dass ich an sie denken konnte, während ich dies schrieb und dass sie mir mit ihren Songtexten Halt verleiht, sodass ich zukünftig hoffentlich wieder mit kalten Adleraugen Bahn fahren kann. In Hoffnung auf eine bessere Welt!

E.

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Zwei Geschichten aus Bonn

Du bist nicht schön – Du bist eine Hure

Ich war um 7 Uhr morgens auf dem Weg zur Arbeit aus der Bonner Südstadt, da sah ich auf meiner Straßenseite einen Mann der mit sich selber redete und sich merkwürdig bewegte, ich wechselte die Seite, ging vorbei. Doch er bemerkte mich und kam auf mich zu, sprach mich an, ich sagte “Lassen Sie mich in Ruhe”, er folgte mir. Er sagte wieder “warte”, ich sagte in sehr lautem Ton “Nein” , schrie es fast! Die Schranke war unten, ich wartete am Bahnübergang um nicht durch den Tunnel zu müssen, als die Schranke aufging ging er mir hinterher, dann lief er sogar und kam zu mir und beschimpfte mich als Hure und dass ich nicht schön wäre, sondern nur eine dreckige Nutte..

Silent Party am Alten Zoll

Ich tanzte mit meinen Freundinnen aufeinmal berührte mich etwas am Po, ein Typ ging an mir vorbei , ich dachte erst es war ein Versehen .. doch nach 10 Minuten wieder der gleiche Mann und eine heftige Berührung am Po, ich stieß Ihn heftig weg und fragte Ihn was er sich denkt, doch er versuchte es wieder …

Das sind leider nur zwei von mehreren Erlebnissen !

STOP STREET HARASSMENT

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“Ich habe keine Lust mit dir zu reden jetzt. Kannst du mich alleine lassen?”

Ich sitze im Park, ein Mann liegt 10 m von mir entfernt seit sehr lange schon in Ruhe.

2 Minuten nachdem ich mich hingesetzt habe, kommt ein Mann und 3m von mir entfernt und guckt mich gelegenheitlich an, wie ich an meinen Eis lutsche. Mir gefällt es nicht und ich drehe mich um, damit ich ihn nicht vor mir habe. Dann fängt er an zu sprechen:

- Hallo
- …
- Hey! Hallo (und kommt zu mir und setzt sich vor mir hin)
- Ich habe keine Lust mit dir zu reden jetzt. Kannst du mich alleine lassen?
- Ja ich kann dich alleine lassen. Aber warum? und willst du ein Joint mit mir rauchen?
- Kannst du mich alleine lassen?
- Willst du ein Joint mit mir rauchen?
- (Lauter) lass mich alleine.
- Warum schreien?
- Kannst du bitte gehen?
- Du kannst auch gehen!
- Ja, ich war hier erste.
- Hast du dich gesehen?
- Was?
- Du hast überall Haare (schon aggressiv und am gehen)
- Du auch!
- Aber du bist eine Frau.

(Nach dem Kommentar war ich Wütend und wollte schon darüber reden)

- Ja, komm, wir reden. Wer denkst du, dass du bist?
- (zeigt mittel Finger) Fuck you! (und geht) – Fuck you!
- …

Ich bleibe sitzen und weine.

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“Girls, girls, girls.”

Neulich war ich mit einer Freundin abends auf dem Weg zum S-Bahnhof Warschauer Straße, wir gingen gerade über die Brücke, als ein Mann Mitte 20 auf uns zusteuerte und sich an uns drängte. Zunächst kam er von der Seite auf uns zu und sagte nur: “Girls, girls, girls.” Er wiederholte es immer wieder, wobei er immer lauter wurde, da wir natürlich an ihm vorbeigingen. Er drückte sich gegen mich und schob mich dabei in Richtung meiner Freundin, die dicht neben mir ging. Als er ein letztes Mal “GIRLS!”, sagte, schrie er es regelrecht in mein Ohr, dann lenkte er ab und ging zurück. Ich bin Catcalling und dumme Blicke gewöhnt, aber dass jemand sich derart aufdrängt, ist mir bisher erst selten passiert. Ich war sprachlos, drehte mich nur um und zeigte ihm den Finger. Obwohl die Brücke nicht so voll war wie tagsüber, standen da Straßenmusiker und Leute, die zu dem Typen zu gehören schienen. Natürlich taten sie nichts, um ihren Kumpel aufzuhalten. Wie so viele, die Opfer von Street harrassment werden, habe ich mich natürlich geärgert, nicht mehr getan zu haben. Allerdings schien es mir in dem Moment zu gefährlich, zurückzugehen, denn der Mann war eindeutig aggressiv und wir nur zu zweit. Manchmal bin ich, wenn ich an solche Situationen denke, so hasserfüllt, dass der Angreifer es in meinen Augen schon nicht mehr wert ist, eine Antwort von mir zu erhalten. Vielleicht habe ich auch das Gefühl, mit Worten nix mehr ausrichten zu können…

Genauso ging es mir, als Silvester eine Gruppe Jungs an mir vorbeilief, einer von ihnen mich musterte und zu seinen Freunden nur “Zu jung” sagte. Als wäre er bei der Fleischbeschau und als stünde es ihm frei, sich sein neues Lustobjekt von der Straße zu pflücken. Objektifizierung ist ein Problem und ich möchte, dass alle Männer dieser Welt sich die Einträge bei iHollaback durchlesen, um zu erkennen, wie stark das Patriarchat Frauen im Alltag demütigt.

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Sonntag Nachmittag, Friedrichshainer Kiez.

Ich gehe langsam und verträumt gerade meine Straße entlang nach Hause. Sonntag Nachmittag, Friedrichshainer Kiez.
Auf einmal rennt ein Typ auf mich zu, kommt aus dem nichts von links, die Arme offen und will mich anfassen.
Ich stoße ihn mit aller Wucht von mir weg, benutze dabei meine beiden Arme und breche vor Schmerzen danach fast zusammen wegen meiner verletzten rechten Schulter. Ich rufe: “Sag mal spinnst du! Was soll denn das!?”
Mir ist schwarz vor Augen, wegen meiner Schulter. Er geht mir weiter hinterher:
Er: “Ich hab dich doch gar nicht angefasst!”
Ich: “Ich habe ne verletzte Schulter, Mann!!!”
Er: “Warte mal, tut mir leid, ich wusste nicht, dass du ne verletzte Schulter hast. Wollte dich nicht verletzen oder erschrecken”.
Ich laut: “Was sollte denn das!!!”
Er: “Nichts, ich fand dich einfach toll!”.
Ich rufe: “Dazu hast du überhaupt kein Recht!!! Was soll denn das!!! Egal ob Schulter oder nicht, das kannst du bei niemandem machen!!! Lass mich in Ruhe jetzt!”.
Er: “Ja, aber nimms einfach als Kompliment”.
Ich: “Du darfst niemandem auf diese Art ein Kompliment machen, nie!”.
Ich gehe nach Hause und muss weinen.

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